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Fusion

- vom ersten Schritt bis zur großen Fusionsfeier -

Seit gut 2 Jahren wurde bei regelmäßigen Treffen in einer s. gen. „Steuerungsgruppe“ die Zusammenlegung von allen vier Gemeinden südlich der Lippe geplant. Im Jahre 2006 erhielten die Gemeinden Heilig Kreuz, St. Johannes, St. Agatha und St. Nikolaus vom damaligen Bischof Reinhard Lettmann  von Münster den Brief mit der Forderung zur baldigen Fusion. Priestermangel und Rückgang der Gläubigen waren die beiden stärksten Gründe für diese Maßnahme. So beschlossen die vier Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände, dass einige Vertreter aus diesen Gremien plus Pastöre, Diakone und Pastoralreferenten sich zu einer Arbeitsgruppe zur Steuerung der Fusion zu treffen. Als erstes wurde das Fusionsdatum fixiert, Pfingstsonntag, den 31. Mai 2009, um dem langen Weg der Planung und Annäherung einen Zielpunkt zu geben. Dieses Datum wurde gewählt, weil laut Bibel am Pfingstfest der heilige Geist auf die Menschen niederkam und dadurch den Glauben neu begonnen haben. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe hofften auf die nötige Involvierung der guten Zusammenarbeit am hohen Pfingstfest. Erste Etappe zum Kennenlernen war eine gemeinsam geplante Pättkestour per Fahrrad, die in Heilig Kreuz startete, über St. Johannes und St. Agatha führte und zum Finale in gemütlicher Runde in St. Nikolaus endete. Die große Beteiligung von den Gemeindemitgliedern sprach für sich.
Zur Pfarrkirche wurde die St. Agatha Kirche benannt, da sie zentral liegt und die größte Kirche der vier Gemeinden ist. Da  St. Johannes und St. Nikolaus aus s. gen. Abpfarrungen in den 60er-Jahren entstanden sind, war es klar, das sie zurück zur Mutterkirche gehen.
Nicht ganz einig wurde man sich bei der Namensfindung für die neue Großgemeinde: Drei Gemeinden fovoritiesierten den Namen „St. Agatha“, eine Gemeinde wollte einen neuen Namen. Aber letztendlich hatte darüber sowieso der Bischof zu bestimmen. So wurde im Januar 2009 ein Brief zum Bischof mit der Bitte um Zusammenlegung der vier Gemeinden zum 31. Mai. Da zu dieser Zeit der Bischofsstuhl durch die Emeritierung von Bischof Lettmann noch verwaist war und erst Ende April durch die Ernennung von Dr. Felix Genn zum neuen Bischof von Münster wieder besetzt war, ließ die Antwort bis Anfang Mai auf sich warten. Die Steuerungsgruppe ging aber von einer positiven Antwort aus und plante eifrig an der Entwicklung eines neuen gemeinsamen Logos, an einem großen gemeinsamen Pfarrbrief und schließlich die abschließenden Fusionsfeierlichkeiten. Da viele Gäste erwartet wurden und die Jahreszeit es erlaubte, wurde ein Freiluftgottesdienst auf dem Marktplatz geplant. Die Chöre von St. Nikolaus, St. Agatha und heilig Kreuz schlossen sich zu einer großen Chorgemeinschaft zusammen und übten gemeinsam für den Festgottesdienst.

Der Tag „X“ rückte näher. Am Vortag zur Fusionsfeier wurde der Marktplatz entsprechend hergerichtet: Je eine Bühne für den Altar und für den Chor wurden aufgebaut, zahlreiche Bänke für die Messdiener und 800 Stühle für die Besucher wurden aufgestellt.

Am Abend wurde der Ablauf des Gottesdienstes geprobt.

Am frühen Sonntagmorgen war rund um die Kirche emsiges Treiben zu sehen: Die Ess-Stände der einzelnen Seelsorgeeinheiten und der Getränkewagen wurden aufgebaut, damit nach dem Festgottesdienst das Ereignis noch gebührend gefeiert werden konnte. Auf dem Marktplatz wurde der Altar mit Kerzen und Blumen geschmückt und eine Mikrofonanlage installiert.

10.15 Uhr:  Alle Glocken von St. Agatha begangen zu läuten und luden alle zum Mitfeiern auf dem Marktplatz ein.

Es kamen mehr Gottesdienstbesucher als erwartet. Alle Sitzplätze waren schnell belegt und es wurden noch zusätzliche Bänke und Stühle dazu gestellt.

10.30 Uhr: Feierlicher Einzug des Altardienstes und der Bannerabordnungen auf dem Marktplatz bei strahlendem Sonnenschein.
10.40 Uhr: Eröffnung des Pontifikalamtes und Begrüßung des Weihbischofs Dr. Voß durch Pfarrer Franke.

Auf der Altarbühne bot sich ein imposantes Bild: 1 Weihbischof, 4 Pastöre, 1 Pater und

4 Diakone zelebrierten gemeinsam den Festgottesdienst.

Die jeweiligen Taufbücher der vier Gemeinden wurden geschlossen und ein neues Taufbuch für die neue Gemeinde durch Widmung vom Weihbischof eröffnet.

Pfarrer Franke verlas die Ernennungsurkunde der neuen St. Agatha Gemeinde.

Der Gesang des großen Chores war eine gute Bereicherung des Gottesdienstes.
11.15 Uhr: Zum Abschluss zogen der Altardienst, die Bannerabordnungen und alle Gottesdienstbesucher in die Pfarrkirche ein. Die Pfarrer der evangelischen Nachbargemeinden Johannes- und Friedenskirche und der Bürgermeister der Stadt sprachen Grußworte und Glückwünsche aus. Nach dem Schluss-Segen durch Weihbischof Voß zog die Gemeinde hinaus auf den Kirchplatz. Zahlreiche Essstände mit den verschiedensten Angeboten luden zum Imbiss ein. Eine Jugendband sorgte für musikalische Unterhaltung. Um 18 Uhr endete der Festtag mit der Feier einer Vesper in der St. Agatha Kirche.
St. Agatha
(Altstadt)
Heilig Kreuz
(Altendorf-Ulfkotte)
St. Johannes 
(Feldmark)
St. Nikolaus
(Hardt)

Weitere Infos zum Download im PDF-Format:
Fusion - warum?
Zielpunkt Fusion
St. Agatha stellt sich vor
St. Nikolaus stellt sich vor
Heilig Kreuz stellt sich vor
St. Johannes stellt sich vor

 

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