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Glocken

Heimatglocke aus der Klosterkirche Alteichena (Groß Strenz)

Während des letzten Weltkrieges mussten aufgrund behördlicher Anordnungen aus vielen Kirchen unseres Landes die Glocken abgeliefert werden. Ihr Ende war vorausbestimmt: Sie sollten dem Feuer übergeben und nach erfolgter Einschmelzung als Kriegsmaterial verwendet werden.

Auch die Glocke, die in unserem Turm erklingt und zum Gottesdienst ruft, war zum Einschmelzen bestimmt. Sie gehörte zum Geläut der ehemaligen Klosterkiche zu Alteichenau, Groß-Strenz. 1743 wurde sie in Breslau gegossen und auf den Namen des hl. Florian geweiht. 200 Jahre hatte sie im Turm der Klosterkirche gehangen und Generationen von Gläubigen zum Gottesdienst gerufen. Ihr blieb das Schicksal der Einschmelzung erspart. Auf Umwegen kam sie 1960 zu uns. Seit Weihnachten 1990 hat diese Glocke Gesellschaft bekommen.

Die neuen Glocken wurden bei der Glocken- und Kunstgiesserei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher in Auftrag gegeben. Es ist kirchlicher Brauch, Glocken auf die Namen von Heiligen zu weihen und mit entsprechenden Aufschriften zu versehen.

 

1. Glocke: Johannes der Täufer (Ton d’, 1620 kg)
Aufschrift: Stimme, die in der Wüste ruft: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!"
2. Glocke: Franz von Assisi (Ton c’, 1100 kg)
Aufschrift: Zeuge für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung – „Lobt und preist meinen Herrn!"
3. Glocke: Maria – Mutter Jesu und unsere Mutter (Ton g’ 700 kg)
Aufschrift: „Meine Seele preist die Größe des Herrn!"
4. Glocke: Edith Stein – Teresa a cruce benedicta (Ton h’ 350 kg)
Aufschrift: Tochter Israels und katholische Christin. „Sei gegrüßt, Kreuz, einzige Hoffnung!"

 

Auf jeder Glocke steht die Jahreszahl 1960 und die
Aufschrift: St. Johannes Dorsten

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